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| 14.12.2011, 16:45 Uhr | Hans-Georg von der Marwitz MdB |
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| Bioprodukte: Marwitz fordert bessere EU-weite Kontrollen Nach ersten Presseberichten über den Bio-Betrugs-Skandal in Italien am 7. Dezember dauern die polizei- und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen an. Seit Jahren sollen dort 700.000 Tonnen konventionelle Produkte - v.a. Getreide und Soja - im Warenwert von 220 Mio. Euro als Bioprodukte ausgegeben und zu höheren Preisen u.a. nach Deutschland verkauft worden sein. Heute tagte dazu der Landwirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages. Obwohl keine Hinweise auf gesundheitliche Gefährdungen vorliegen, sieht der CDU-Berichterstatter für Ökologischen Landbau Hans-Georg von der Marwitz MdB Handlungsbedarf: „Der schwere Schaden, den ökologisch wirtschaftende Landwirte durch diese systematischen Betrügereien erleiden, ist noch nicht ansatzweise absehbar. Insbesondere die Größenordnung der Warenbewegungen wird das Vertrauen in die Biobranche erschüttern.“ Die Bundesregierung und die Bio-Verbände hätten sofort reagiert und das italienische Landwirtschaftsministerium, das Informationen schuldig geblieben war, um Aufklärung ersucht. „Wir müssen uns EU-weit gegen kriminelle Machenschaften besser schützen“, fordert Marwitz. Die falsch deklarierten Waren seien auch in die Niederlande, die Schweiz sowie nach Belgien, Frankreich, Österreich, Spanien und Ungarn gelangt. Für Marwitz steht fest: „EU-Kontrollregelungen wurden wissentlich und grenzübergreifend umgangen. Aufgedeckt haben den Skandal nicht Lebensmittelkontrollen, sondern Finanzbehörden bei Sichtung der Lieferunterlagen. Es gilt also, die Kontrollen in einer mit unseren europäischen Partnern abgestimmten Weise auszuweiten.“ aktualisiert von Sebastian Krahnert, 14.12.2011, 16:46 Uhr |
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